Babyalltag

Tragen

Tragen war das Erste, was bei uns wirklich funktioniert hat. Nicht sofort — die ersten Versuche mit dem Tuch sahen aus wie ein Wäscheknoten, und ich habe mehrmals wieder aufgemacht und neu angefangen. Inzwischen geht es ohne Nachdenken.

Das Tuch: Übung macht die Meisterin

Ich habe irgendwann einfach gefilmt, wie ich mein Tragetuch binde und den Kleinen hineinsetze, weil ich selbst am Anfang jedes Video dreimal angehalten habe. Der Teil, der bei mir am längsten gedauert hat, war nicht das Binden, sondern das Vertrauen: dass es hält, dass er gut sitzt, dass ich mich bewegen kann.

Was mir geholfen hat, war banal — einmal ohne Baby üben, mit einem Kissen. Danach war der Kopf frei für das, worauf es ankommt.

Der Rucksack: beide Hände frei

Für den Haushalt hat sich bei uns der Tragerucksack durchgesetzt. Ich habe abends gekocht, Fantik war vorne drin, und ich hatte beide Hände frei. Eine Form in den Ofen, wenig Aufwand, viel Abend übrig. Das ist der Unterschied zwischen „ich schaffe heute noch etwas" und „ich schaffe heute nichts".

Tuch oder Wagen?

Wir haben beides, und es entscheidet nicht die Strecke, sondern der Tag. An unruhigen Tagen gewinnt bei uns das Tragen, weil er dort schneller zur Ruhe kommt — bei uns, nicht als Regel. An Tagen, an denen ich etwas einkaufen will, gewinnt der Wagen, weil ich Platz brauche.

Hände schneiden Tomaten auf einem Schneidebrett; davor die Trage, in der das Baby sitzt.
Beide Hände frei — der Grund, warum beim Kochen bei uns die Trage gewinnt.
Ich erzähle hier nur, wie es bei mir ist. Ob eine Trageweise für dein Baby passt, welche Haltung richtig ist und ab wann was geht, beantwortet deine Hebamme oder eine Trageberatung — nicht ich.

Team Tuch oder Team Rucksack? Und wie lange hat es bei dir gedauert, bis das Binden saß?